ESRS 2026: EU-Kommission schlägt umfassende ESRS Revision vor
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ESRS 2026: EU-Kommission schlägt umfassende ESRS Revision vor

Die EU-Kommission hat Feedback zur ESRS 2026 Revision eröffnet und schlägt weniger Datenpunkte, vereinfachtes CSRD-Reporting und klarere Regeln für die Nachhaltigkeitsberichterstattung vor.

 

Die Europäische Kommission hat eine öffentliche Feedbackphase zur ESRS 2026 Revision gestartet und schlägt eine deutliche Vereinfachung der European Sustainability Reporting Standards vor. Die am 6. Mai 2026 veröffentlichten überarbeiteten ESRS-Entwürfe sollen die verpflichtenden Datenpunkte um mehr als 60 % und die Gesamtzahl der Datenpunkte um mehr als 70 % reduzieren.

Die Feedbackfrist lief bis zum 3. Juni 2026. Die Revision ist Teil der breiteren EU-Initiative, den administrativen Aufwand unter der CSRD zu reduzieren und gleichzeitig Qualität, Vergleichbarkeit und Aussagekraft der Nachhaltigkeitsangaben zu erhalten.
 

ESRS 2026 Revision: weniger Datenpunkte und klarere Berichtspflichten

Mit den am 6. Mai 2026 zur Konsultation veröffentlichten überarbeiteten ESRS-Entwürfen schlägt die Europäische Kommission eine deutliche Reduzierung der Berichtskomplexität vor. Nach Angaben der Kommission sollen die überarbeiteten Standards kürzer und klarer werden, mehr Flexibilität für Unternehmen schaffen und die Wesentlichkeitsanalyse vereinfachen, mit der bestimmt wird, welche Informationen berichtet werden müssen.

Die vorgeschlagenen Änderungen bauen in weiten Teilen auf der fachlichen Beratung von EFRAG auf, dem unabhängigen Multi-Stakeholder-Beratungsgremium der Kommission für Nachhaltigkeitsberichterstattung. EFRAG hatte zuvor an vereinfachten ESRS-Entwürfen gearbeitet, um den Reporting-Aufwand zu reduzieren und zugleich die zentralen Ziele der EU-Nachhaltigkeitsberichterstattung zu erhalten.

Die Kommission adressiert zudem einen freiwilligen Nachhaltigkeitsberichtsstandard im Zusammenhang mit dem sogenannten Value Chain Cap. Dieser ist besonders relevant für Unternehmen mit bis zu 1.000 Beschäftigten, die Nachhaltigkeitsdatenanfragen von größeren Unternehmen erhalten können, die der CSRD-Berichtspflicht unterliegen.
 

Was ESRS 2026 für CSRD-Reporting und Lieferkettendaten bedeutet

Die ESRS 2026 Revision ist besonders relevant für Unternehmen, die sich auf die CSRD-Berichterstattung vorbereiten, insbesondere wenn sie komplexe Nachhaltigkeitsdaten über mehrere Standorte, Gesellschaften und Wertschöpfungsketten hinweg steuern müssen. Weniger Datenpunkte können den Reporting-Aufwand reduzieren, dennoch benötigen Unternehmen belastbare Prozesse, um wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen zu bewerten und prüfbare Nachhaltigkeitsdaten zu erfassen.

Für Hersteller, Automobilzulieferer, Elektronikunternehmen und Industriegruppen bleibt die Wertschöpfungskette ein zentraler Faktor. Auch wenn die Reporting-Anforderungen verhältnismäßiger werden sollen, müssen Unternehmen weiterhin verstehen, welche Nachhaltigkeitsdaten von Lieferanten benötigt werden, wie Datenanfragen strukturiert werden sollten und wo der neue Value Chain Cap Informationsanforderungen gegenüber kleineren Geschäftspartnern begrenzen kann.

Die Überarbeitung sollte daher nicht als Grund verstanden werden, CSRD-Vorbereitungen zu pausieren. Vielmehr sollten Unternehmen die aktuelle regulatorische Entwicklung nutzen, um ESRS-Gap-Analysen zu überprüfen, Reporting-Strukturen zu aktualisieren und interne Datenmodelle an die erwarteten vereinfachten Standards anzupassen.
 

ESRS Revision und IPOINT: Nachhaltigkeitsdaten für CSRD vorbereiten

IPOINT unterstützt Unternehmen dabei, Nachhaltigkeits- und produktbezogene Daten über komplexe globale Wertschöpfungsketten hinweg zu managen. Für CSRD- und ESRS-Reporting umfasst dies die strukturierte Erfassung, Validierung und Dokumentation relevanter Umwelt-, Sozial- und Governance-Daten.

Während sich die ESRS 2026 Revision in Richtung vereinfachter, aber weiterhin datengetriebener Berichterstattung entwickelt, benötigen Unternehmen Systeme, die regulatorische Anforderungen mit belastbaren Lieferanten-, Produkt- und Unternehmensdaten verbinden. Ein strukturierter Datenansatz hilft Organisationen, sich auf veränderte ESRS-Anforderungen vorzubereiten, manuellen Aufwand zu reduzieren und eine robuste Grundlage für künftiges Nachhaltigkeitsreporting zu schaffen.

 

Offizielle Quellen: