Drei neue Stoffe für die SVHC-Kandidatenliste vorgeschlagen – Wichtige Pflichten für Unternehmen
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Drei neue Stoffe für die SVHC-Kandidatenliste vorgeschlagen – Wichtige Pflichten für Unternehmen

Am 1. September 2025 hat die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) drei neue Stoffe zur Aufnahme in die Kandidatenliste der besonders besorgniserregenden Stoffe (SVHC) vorgeschlagen.

 

Was ist neu? Warum ist es relevant?


Folgende drei Stoffe wurden vorgeschlagen:
 

  • 4,4'-[2,2,2-Trifluor-1-(trifluormethyl)ethyliden]diphenol (auch bekannt als Bisphenol AF) – vorgeschlagen aufgrund reproduktionstoxischer Eigenschaften (Art. 57c).
  • 4,4'-Methylenediphenol – ebenfalls vorgeschlagen als reproduktionstoxisch (Art. 57c).
  • n-Hexan – identifiziert wegen zielorgantoxischer Wirkung bei wiederholter Exposition (Art. 57f).


Die öffentliche Konsultation läuft bis zum 16. Oktober 2025.
 

Auswirkungen auf Unternehmen


Hersteller, Importeure und Lieferanten von Artikeln und Gemischen sollten ihre Produktportfolios und Lieferketten überprüfen, um festzustellen, ob die vorgeschlagenen oder ähnliche Stoffe enthalten sind.

Sobald ein Stoff offiziell in die Kandidatenliste aufgenommen wird (nach Abschluss der Konsultation), gelten unter anderem folgende Pflichten:
 

  • Informationspflichten gegenüber nachgeschalteten Anwendern und Verbrauchern bei Artikeln, die SVHC in einer Konzentration von über 0,1 % w/w enthalten.
  • Meldung in die SCIP-Datenbank für Artikel mit SVHC-Gehalt.
  • Aktualisierung von Sicherheitsdatenblättern (SDS) für Stoffe und Gemische, die diese Stoffe enthalten.
     

Unternehmen mit globalen Lieferketten sollten ihre außereuropäischen Zulieferer frühzeitig über diese Entwicklungen informieren, da Kundenanfragen, Audits und Sorgfaltspflichten künftig zunehmen dürften.
 

SVHC-Vorschläge und iPOINT


Mit der IPOINT-Lösung für REACH- und Produkt-Compliance können Unternehmen SVHC-Updates automatisch überwachen, Artikelprüfungen durchführen und SCIP-Meldungen systemgestützt verwalten. So wird sichergestellt, dass Rohstoff-, Lieferanten- und Produktdaten kontinuierlich mit den neuesten SVHC-Anforderungen abgeglichen werden.